9.2 Von der Kreisschlauchpflegerei zur Kreisfeuerwehrzentrale

Am 8. Oktober 1949 stellte der damalige Kreisbrandmeister Schlotfeldt beim Kreis den Antrag auf Errichtung einer Schlauchpflegerei. Nach eingehender zweijähriger Beratung billigte der Kreistag im März 1952 mit einer Entschließung an den Innenminister in Kiel, 80 % der Baukosten zu übernehmen, das Vorhaben. Das Innenministerium bewilligte 50 000 DM für den Bau, dessen Kostenvoranschlag sich auf 70 000 DM belief.

Im Herbst 1952 wurde die Kreisschlauchpflegerei in der Rautenbergstraße (Plön) ihrer Bestimmung übergeben, deren Leitung der damalige Krankenwagenfahrer Hans Leisner in der Funktion eines Schlauchmeisters übernahm. Seitdem wurde das gesamte Schlauchmaterial der Feuerwehren des Kreises hier geprüft und gepflegt.

Ende der fünfziger Jahre zeigte sich, daß mit zunehmender Technisierung die Aufgaben in der Kreisschlauchpflegerei nicht in vollem Umfang erfüllt werden konnten. Daher regte der damalige Kreisbrandmeister Heinrich Banck 1959 den Bau der Kreisfeuerwehrzentrale an.

Nach mehrjährigen Verhandlungen, die Bauplanung und Finanzierung betrafen, wurde der Bau 1968 in Angriff genommen. Die neue Kreisfeuerwehrzentrale wurde mit einem Kostenaufwand von 1,2 Millionen DM fertiggestellt und am 1. Dezember 1971 ihrer Bestimmung übergeben. Die Leitung der Kreisfeuerwehrzentrale übernahm der bisherige Schlauchmeister Hans Leisner als Kreisschirrmeister.

Während die Schlauchpflegerei einer zentralen Schlauchbehandlung aller bei den Wehren im Kreise lagernden Schläuche diente, ist die heutige Kreisfeuerwehrzentrale „pulsierender“ Mittelpunkt für das gesamte Feuerwehrwesen im Kreis Plön. Sie dient als zentrale Einrichtung zur Aus- und Fortbildung der Führungskräfte und der Mannschaften der Feuerwehren sowie anderer Hilfeleistungsorganisationen.

1980 schied Hans Leisner aus Altersgründen aus dem Dienst aus. Sein Mitarbeiter Adolf Wilts (Plön) übernahm die Leitung der Kreisfeuerwehrzentrale, die ihm bis zum heutigen Tage untersteht. Weitere hauptamtliche Mitarbeiter sind Peter Michalewski (Plön) und Uwe Wegner (Plön). Geschäftsführer des Kreisverbandes waren Hans Düßler (Plön) und Hans Böhndel (Preetz). Seit Oktober 1985 wird die Stelle von Eva-Maria Denzien (ehem. Probsteierhagen) wahrgenommen.

Im Juli 1984 wurde der Neubau der Atemschutzanlage auf dem Grundstück der Kreisfeuerwehrzentrale eingeweiht, in der die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger im Kreis mit großem Erfolg stattfindet.

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