15. Epilog: Feuerwehr und Kirche - ein Beitrag des ehemaligen Kreisbrandmeisters G. Stoltenberg-Frick

Ich hoffe, Sie haben dieses sehr schöne und historisch wertvolle Dokument über die Feuerwehrentwicklung in unserem Kreise mit Interesse studiert.

So bleibt mir eine Schlußbetrachtung und Würdigung dieses Werkes sowie derer, die in mühevoller Klein- und Fleißarbeit und mit großem Engagement Daten und Fakten zusammentrugen.

Dankbar möchte ich hier noch einmal unseren leider so früh verstorbenen Kameraden HBM Helmut Harder erwähnen. Er hat den Auftrag, als Koordinator und Mittler zwischen den Gemeinden und ihren Wehren einerseits sowie einer sorgfältigen Archivierung andererseits zu seiner Herzenssache gemacht. Wir alle bedauern sehr, daß er die Fertigstellung dieser Dokumentation und ihre Herausgabe nicht mehr erleben durfte.

Aber auch die persönliche Mitwirkung von Herrn Dr. Höppner sowie die gewissenhafte und engagierte, bis ins Detail gehende Aufarbeitung und Zusammenfassung durch Herrn Fechner muß hier dankbar und lobend erwähnt werden.

In weit über 100 Jahren sind die freiwilligen Feuerwehren in unserem Kreise - durch alle Fährnisse von einem guten Geist getragen - beständig mit den Anforderungen der Zeit gewachsen. Hier sei auch die Frage nach dem Geheimnis des Erfolges dieser ehrenamtlichen Bürgerinitiative erlaubt.

Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr!

Liegt nicht vielleicht in diesem Lösungsspruch die Antwort begründet?

Denn gerade dieses „Bekenntnis“ tritt mit den ersten Gründungen freiwilliger Feuerwehren sichtbar auf den Traditionsfahnen, Schriften und Urkunden in Erscheinung.

Obgleich sich hier und dort Mitbürger aus der verpflichtenden Bindung zur Kirche lösen (oftmals aus finanziellen Gründen), zum Inhalt dieses unseres Wahlspruches, bekennen sich alle.

Das Bedürfnis, tätige Nächstenliebe bedingungslos zu praktizieren, ist die moralische Grundhaltung unserer Feuerwehrleute. Gerade in unserer immer anonymer und egoistischer werdenden Konsumgesellschaft ist das ein gar nicht hoch genug zu bewertender Edelmut.

Das Dienen und Bewahren, die Achtung und der Schutz von Leib und Leben wie auch von Hab und Gut bestimmen den Geist - aber auch den Erfolg unserer Organisation.

Wir können uns - und unseren Mitbürgern nur wünschen, daß es auch in die Zukunft hinein immer gelingen möge, junge Menschen zu motivieren und für diese so wichtige - aber auch sehr schöne Aufgabe zu begeistern.

Es wäre gut zu wissen, daß unser Wahlspruch auch für künftige Generationen eine Ehrenpflicht bleibt:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Gunther Stoltenberg-Frick

Landesbrandmeister

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